1. Monat Rauchverbot: Was hat sich bisher getan?

Seit Anfang November 2019 ist es in Kraft: das generelle Rauchverbot in Gastronomiebetrieben.

Das Gesetz gilt in allen Räumlichkeiten, in denen Speisen oder Getränke konsumiert oder zubereitet werden. Bis es letztendlich durchgesetzt wurde, war es allerdings ein langer Weg.

Kein Wunder: Schließlich raucht laut der Österreichischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2014 jeder vierte Österreicher täglich. Gelegenheitsraucher gibt es noch weit mehr…

Wie teuer wird es im Falle eines Verstoßes?

Aber ist es wirklich möglich die Österreicher davon zu überzeugen, den Glimmstängel bereits vorm Lokal auszudämpfen? Die Strafen bei Nichteinhaltung haben sich jedenfalls gewaschen. Für Gastronomiebetriebe werden bei Erstanzeige bis zu € 2.000 fällig. Im Wiederholungsfall sogar bis zu € 10.000. Aber auch die Gäste werden zur Kasse gebeten, falls sie sich nicht an das Rauchverbot halten. Zu entrichten sind Strafen zwischen € 100 und € 1.000. Da weint das Geldbörserl …

Die Suche nach Schlupflöchern beginnt …

Aus Angst vor Umsatzeinbußen versuchen die Betreiber einiger Gastronomiebetriebe das Verbot durch die Einrichtung von Winterschanigärten oder Ähnlichem zu „umgehen“. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anmeldung solcher Schanigärten dieses Jahr fast um das Doppelte gestiegen. In Hotels darf noch in manchen Nebenräumen geraucht werden. Allerdings nicht dort, wo Getränke und Speisen zubereitet oder konsumiert werden.

HOGASTJOB zieht Bilanz

Wie sehen denn eigentlich die konkreten Meinungen der HOGASTJOB-Community zum Rauchen in Lokalen aus? Die Angestellten in der Gastronomie und Hotellerie bekommen schließlich aus erster Hand mit, was sich in der Realität abspielt. Wir haben die interessantesten Facebook-Kommentare für euch zusammengefasst.

Rauchverbot? Ja, bitte!

Immer wieder wurde Spanien als Land genannt, in dem die Durchsetzung des Rauchverbots wunderbar funktioniert hat. Nach anfänglicher Skepsis ist das Nichtrauchen im Lokal dort mittlerweile offenbar ganz selbstverständlich. Ein User berichtete sogar von einem Anstieg an Gästen, da nun auch wieder Mütter mit Kindern die Betriebe frequentieren. Vielleicht wird die qualmfreie Gastro ja auch bei uns bald Usus sein und die Angst, dass dann die Gäste ausbleiben, ist völlig unbegründet …

Aber geht das auch, im Land der Beisl-Kultur?

Andere User stellen jedoch infrage, ob dies auch in einem Land möglich ist, in dem das Beisl ums Eck quasi fixer Bestandteil der Kultur ist. Ein User berichtete sogar davon, dass in Bayern mit dem Rauchverbot ein Ende des beliebten Stammtisches einherging. Viele Community-Mitglieder haben nichts gegen Nichtraucher-Lokale einzuwenden. Allerdings sind sie der Meinung, Lokalbesitzer sollten die Wahl haben. Auch die vermehrte Qualm- und Lärmbelastung für die Anrainer in der Umgebung spricht laut vieler User gegen das Rauchverbot.

Und was ist eigentlich mit dem Personal?

Rauchverbot zum Schutz der Servicekräfte: Segen oder doch nur Vorwand? Auch hier spalten sich die Meinungen. Manche Kellnerinnen und Kellner sind froh, keine stinkenden Aschenbecher mehr ausleeren zu müssen oder vollgeraucht zu werden. Wiederum andere sind der Meinung, dass das Personal sich bereits zuvor entscheiden konnte in einem Nichtraucherbetrieb zu arbeiten. Dass das Rauchen im Lokal nicht die einzige Belastung für Servicekräfte darstellt, haben die Reaktionen auf diesen Kommentar gezeigt:

Gibt es Wichtigeres als das Streitthema Rauchverbot?

Vielen geht die Debatte mittlerweile nur noch gehörig auf die Nerven.

Ihr seht: Beim Thema Rauchverbot gehen die Meinungen auseinander. Aber egal, ob Befürworter oder Gegner des Rauchens im Lokal – bei einem Kommentar waren sich scheinbar viele HOGASTJOB-Leser einig:

Fazit: Wie die Ansichten zum Thema Rauchverbot in den nächsten Jahren aussehen werden, steht noch in den Sternen. Möglicherweise wird es nach einer Gewöhnungsphase ganz normal, in der Bar oder im Restaurant nicht zu rauchen. Und vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann ein Handyverbot für die Gastro. Für die Zwischenmenschlichkeit wäre das sicher förderlich …

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