Die perfekte Speisekarte

Warum weniger oft mehr ist!

Wer gerne auswärts isst, kennt es: Die Vorfreude, wenn wir das Restaurant betreten, freundlich empfangen werden, uns setzen und den Blick in die Speisekarte werfen. Und dann stellen wir fest, dass wir maßlos überfragt sind. Warum? Weil wir uns beim Durchblättern der Karte einfach nicht entscheiden können, was wir bestellen wollen.

Das Angebot reicht von Pizza über Hausmannskost bis hin zur mexikanischen Küche. Das überfordert viele Gäste und kostet den Betrieb noch dazu eine Menge Geld.

HOGASTjob verrät dir, warum in Sachen Speisekarte weniger Gerichte oftmals mehr sind!

1. Was passt zu meinem Gastro-Business?

Dieses Szenario ist dir sicher bekannt: Der Kellner kommt bereits zum zweiten Mal vorbei und fragt, ob er die Bestellung aufnehmen darf. Lächelnd wird er gebeten, doch noch ein paar Minuten zu warten, weil eine Entscheidung noch nicht gefallen ist. Häufig bedeutet das, dass die Kundschaft schlichtweg überfordert ist.

Ein zu breitgefächertes Angebot auf der Speisekarte ist oft der Grund dafür. Daher sollte man sich als Gastronom fragen, wofür das eigene Restaurant überhaupt steht. Wie lautet die Philosophie des Betriebes? Steht man eher für traditionelle Hausmannskost, oder lautet die Devise, das beste und coolste Burger-Bistro zu sein?

Wenn die betriebliche Philosophie klar ist, zeigt sich die passende Auswahl an Schmankerln auf der Speisekarte quasi automatisch.

Eine Kiste voll mit Speisekarten
2. Weniger Speisen bedeutet mehr Effizienz in der Küche

Gastronomiebetriebe, die eine Vielfalt an unterschiedlichen Gerichten anbieten, haben es oft schwerer mit den logistischen Abläufen in der Küche. Die Bestellungsabwicklung ist bei einer geringeren Auswahl an Speisen definitiv einfacher und übersichtlicher. Wer sich genaue Gedanken darüber macht, mit welchen Lebensmitteln und Zutaten gekocht wird, weiß, wie jedes einzelne Produkt optimal verarbeitet werden kann.

Auch das Küchenteam wird’s dir danken! Denn weniger Speisen im Angebot zu haben, bedeutet deutlich mehr Überblick für jeden einzelnen Mitarbeiter und Gast. Und das nicht nur bei der Arbeitsaufteilung, sondern auch bei der Lagerung und Kühlung der Lebensmittel.

Übrigens: Wer bei der Auswahl von Speisen auf der Karte darauf achtet, so wenig wie möglich zu entsorgen, der reduzierst automatisch die Müllproduktion! Erfahre mehr über die Abfallvermeidung in der Gastronomie!

Koch beim Anrichten

3. Kleinere Auswahl an Gerichten bietet mehr Platz auf der Karte

Sind die angebotenen Gerichte und Getränke mengenmäßig überschaubar, können zum Beispiel zusätzliche Informationen den Weg in die Speisekarte finden. Etwa ein kurzer Überblick über die Geschichte des eigenen Gastronomiebetriebes oder über die Herkunft der verwendeten Lebensmittel.

Dem Gast Einblicke zu gewähren und dabei coole Stories zu erzählen, vermittelt Sympathie und beweist Transparenz. Und natürlich sollte man dabei auf ein passendes Layout achten. Das bedeutet Inhalt und Design müssen in sich stimmig sein.

Und der beste Nebeneffekt daran: Die Stories bleiben meist im Gedächtnis und sind daher eine großartige Möglichkeit, das Vertrauen des Gastes zu gewinnen, um ihn bald wieder im Haus begrüßen zu können.

Tisch mit Brot und Speisekarte

Die Philosophie lautet also: Weniger ist oft mehr! Ziel ist es, das „Wenige“ gekonnt in Szene zu setzen. Das heißt, dass die Auswahl der Speisen und die Art, wie sie auf der Karte präsentiert, wie sie angerichtet und serviert werden, aufeinander abgestimmt sein sollten.

So erscheinen die Gerichte beim Blick auf die Menükarte gleich noch schmackhafter! Die Speisekarte ist nämlich gleichzeitig das Aushängeschild des Betriebes.

Kurzum: Nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch sollte die Speisekarte zum Konzept des Hauses passen.

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