Ey Chef, lass uns mal reden!

Eines ist klar: Im Hotel- und Gastgewerbe ist der Umgangston häufig etwas rauer. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass Chefs und ihre Mitarbeiter gleich jegliche Gesprächskultur über Bord werfen sollten. Aber was gibt es denn nun zu beachten, damit du und dein Vorgesetzter nicht aneinander vorbeiredet?

Reden ist Silber, Schweigen ist Sch … !

Chefs können nicht hellsehen. Den Kollegen etwas vorjammern und dem Chef verkrampft zulächeln, löst auch keine Probleme. Ganz im Gegenteil: Häufig führt das nur zu Unruhe im Team und einer schlechten Stimmung bei der Arbeit. Daher solltest du dich auch trauen, offen anzusprechen, was dich stört oder was du dir wünschst. Wie das am besten gelingt, verrät dir HOGASTJOB.

Tipps für den richtigen Umgang mit Vorgesetzten

1. Offenheit

Chefs sind auch nur Menschen. Gerade beim Stress in der Gastronomie und der Hotellerie kann es passieren, dass ihnen gewisse Dinge nicht auffallen. Deshalb schadet es nicht, konstruktive Kritik, Feedback und Wünsche zu äußern. Wenn niemand etwas sagt, kann sich auch nichts ändern …

2. Klarheit

„Der Job nervt, und im Grunde ist sowieso alles schlecht.“ Damit kann der Chef vermutlich herzlich wenig anfangen. Zuerst solltest du dir selbst überlegen, was das eigentliche Problem ist. Hinter dem Gefühl von Stress stecken beispielsweise oft der eigene Perfektionismus und die Angst, dass man seinen Job nicht so gut macht, wie man eigentlich sollte. Vielleicht wird dir auch einfach zu viel aufgehalst, weil du dich nicht traust Nein zu sagen…

Schmeiß deinem Vorgesetzten nicht nur eine Reihe an Problemen vor die Füße, sondern gehe aktiv mit möglichen Lösungen auf sie oder ihn zu! Dann ist die Wahrscheinlichkeit gleich viel höher, dass dein Anliegen ernstgenommen wird.

3. Respektvoller Umgang

Wie’s so schön heißt: Der Ton macht die Musik! Je vorwurfsvoller du auf deinen Chef zugehst, desto eher wird er oder sie sich genötigt fühlen, sich zu rechtfertigen. Das führt allerdings zu nichts. Daher gilt: Immer ruhig und sachlich bleiben und das Gegenüber nicht als „den Bösen“ oder als inkompetent hinstellen. Geschrei und Beschimpfungen sind sowieso tabu – das versteht sich (hoffentlich!) von selbst.

4. Der richtige Zeitpunkt

Gut Ding braucht Weile: Zwischen Tür und Angel und wenn gerade das Essen im Sekundentakt rausgeht, ist kein guter Augenblick, um mit dem Chef ein entscheidendes Gespräch zu führen. Lieber auf einen günstigeren und ruhigeren Zeitpunkt warten oder gleich einen Termin ausmachen! Dann können sich beide Seiten in Ruhe auf das Gespräch konzentrieren.

Heißer Tipp am Rande: Nach fünf Glühwein bei der Weihnachtsfeier ist ebenfalls nicht der richtige Moment, um Probleme anzusprechen oder Gehaltswünsche zu äußern …

Ein kleines Wörterbuch: Deutsch – Chef, Chef – Deutsch

Zur besseren Verständigung zwischen der Führungselite und ihren Untergebenen hat HOGASTJOB eine kleine Übersetzungshilfe für dich vorbereitet. Kräftig gewürzt mit Sarkasmus, versteht sich …

„Gemma, gemma – das muss flotter gehen.“
Übersetzung: Bei manchen Mitarbeitern weiß ich echt nicht, ob sie nicht nur als Dekoration eingestellt wurden …

„Vier Tage am Stück frei?! Aber natürlich …“
Übersetzung: Ja, bist du denn wahnsinnig? Willst du ernsthaft deinen gesamten Jahresurlaub konsumieren? Hast du vergessen, dass du in der Gastro arbeitest?

„Stell dich nicht so an! Das ist doch nur ein Kratzer …“
Übersetzung: Alles unter einem Liter Blutverlust gilt nicht als offene Wunde – und schon gar nicht als Arbeitsunfall.

„Heißer Teller – schneller Kellner!“
Übersetzung: Wenn du in dem Tempo weiterarbeitest, dann servier‘ ich dir gleich was … und zwar die schriftliche Kündigung.

„Das haben wir schon immer so gemacht.“
Übersetzung: Wir sind ein Familienbetrieb. Das Sagen haben hier immer noch die Seniorchefs. Egal, ob’s anders besser wäre oder effizienter …

„Ihr seid ein super Team. Seht das als Chance, zu zeigen, was ihr draufhabt!“
Übersetzung: Reißt euch heute gefälligst den A**** auf bei der Arbeit! Wenn das schiefgeht, gibt’s Ärger.

„Jetzt haben wir den Salat. Was schlägst du denn vor, was wir jetzt machen sollen?“
Vorsicht – Fangfrage! Übersetzung: Ich weiß ganz genau, was wir jetzt machen werden, und es wird kein Vergnügen für dich sein. Schließlich mache ich dich allein für das Desaster verantwortlich, das da gerade passiert ist.

 

In der Gastronomie und Hotellerie wird selten so heiß gegessen, wie gekocht wird. Und nein, damit ist in diesem Fall kein Seitenhieb auf die Branche gemeint. Mit anderen Worten: Hunde, die bellen, beißen nicht. Der stressbedingt raue Umgangston sollte manchmal nicht allzu ernst genommen werden. Viele Chefs leisten zudem tolle Arbeit und bemühen sich sehr um ihre Mitarbeiter. Und alle anderen bekommen über kurz oder lang sowieso die Rechnung präsentiert …

Du bist noch auf der Suche nach einem spannenden Job im Hotel- oder Gastgewerbe? Dann sieh dich am besten gleich auf HOGASTJOB nach passenden Stellenangeboten um!

Kommentare

Kommentare