Food Pairing: Welche Spirituose passt zu welchem Gericht?

Aperitif mal anders: So wird das Essen doppelt lecker

Jeder weiß, dass Spirituosen der perfekte Aperitif sind. Doch da stellt sich bereits die erste Frage. Wenn sie sich als Appetitanreger eignen, warum die Spirituosen nicht auch als Speisenbegleiter einsetzen. Weg von Wein, Champagner und Co und hin zu Whiskey, Wermut und Cognac!

Welche Spirituose zu welchem Gericht passt und worauf du bei deiner Empfehlung achten solltest, weiß das HOGASTJOB-Team! Lies jetzt alles Wissenswerte zu den etwas anderen Speisenbegleitern, und du wirst sehen: Weinempfehlung war gestern, Spirituosen sind heute!

Wermut und Whisky: die perfekten Fisch-Begleiter

Ob zu einer himmlischen Bouillabaisse, einem kräftigen Fischfond, gegrilltem Lachs oder zu frischen Austern: Es muss nicht immer der spritzige Weißwein sein. Trau dich und greife zu Whisky und Wermut. Natürlich sind die beiden genannten Spirituosen nichts für blutige Anfänger in Sachen Spirituosenbegleitung bei Gerichten.

Deshalb mache deinen Gästen klar: Traut euch und wagt eine neue Geschmacksfusion.

Der charaktervolle Whisky aus den schottischen Highlands ist voller Rauch und Torf und harmoniert durch seine maritime Prägung ideal mit Austern oder Fisch.

Tipp für die Köche: Als Alternative zum Glas Scotch zum Essen können die Austern beispielsweise mit einer Fingerspitze Whisky fein bestäubt werden. Er setzt bestimmte Aromen frei und unterstreicht den Eigengeschmack der Austern. So schmecken die Gäste Seetang, die salzige Meeresbrise und Algen auf der Zunge … Und zack fühlt man sich ans Meer versetzt!

Auch der Wermut ist ein perfekter Begleiter für alle Fischgerichte. Weg mit dem klassischen Weißwein oder dem Champagner und Mut zum Wermut! Ob zum traditionellen Fischfond mit Kick oder zu komplizierten Fischgerichten – der Bitterstoff des Wermuts passt einfach wunderbar dazu.

Tipp: Wähle einen besonders trockenen Wermut. Der eignet sich nicht nur zum „Dazutrinken“, sondern er verfeinert auch die Soßen und Marinaden für Doraden oder Seeteufel!

Cognac und Bourbon: die allzeit bewährten Klassiker

Der Bourbon aus den USA ist nicht nur ein Klassiker, der gerne auch mal „on the rocks“ getrunken wird. Bei aufmerksamer Verkostung werden auch die süßen Noten der namensgebenden Vanille erkennbar. Ihre Weichheit sowie die dezente Würze verbreiten einen angenehmen Geschmack auf der Zunge. Also wie gemacht für ein deftiges Steak oder ein ausgiebiges BBQ.

Auch der Cognac oder andere Weinbrände passen zu vielen Gerichten. Der französische Klassiker ist ein Spirituosenbegleiter zu leichter bis deftiger Kost und auch für vegetarische Gerichte geeignet.

Obwohl der Cognac ein Multitalent unter den Spirituosen ist, solltest du eine Faustregel beachten:
Cognac eignet sich stets als Ersatz für Rotwein, vor allem in Begleitung von Käse, Oliven, Trauben und kalten Platten. Auch beim süßen Abschluss kann der Cognac empfohlen werden. Zu schokoladigen Desserts mit kakaohaltiger Schokolade sowie Chilikomponenten schmeckt er hervorragend!

Vive les herbes: Chartreuse

Ein jahrhundertealtes, kompliziertes Verfahren aus Frankreich machte den Chartreuse-Likör einst zum berühmten Klassiker unter den Kräuterlikören. Eine sagenhaft hohe Anzahl an Kräutern sorgt dafür, dass dieser einzigartige Likör ein Tausendsassa in der Speisenbegleitung ist. Unzählige Gewürze und Pflanzen machen den unverwechselbaren Geschmack des französischen Kräuterlikörs aus.

Der grüne oder gelbe Chartreuse lässt sich besonders gut zu mediterranen und französischen Gerichten kombinieren. Er passt aber ebenso zu Fleisch- und Fischgerichten sowie zu Hausmannkost. Gebratenes lässt sich mit dem Likör glacieren, was dem Ganzen nochmal eine besondere Note verleiht.

Du siehst: Es muss nicht immer die Weinempfehlung sein. Trau dich und eröffne deinen Gästen eine neue Geschmackswelt aus dem Reich der Spirituosen. Sie werden dir dankbar sein!

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