Interview: Wissenswertes zur Lehre als Restaurantfachkraft

Ein Blick hinter die Kulissen

Jeder Pflichtschüler kommt am Ende seiner Schulzeit an eine Kreuzung. Und jeder Weg, egal, ob links oder rechts, führt in eine vielversprechende Zukunft. Die Frage ist nur: Welche Richtung schlägt man ein?

Weiterführende Schule, Matura, vielleicht noch ein Studium und dann erst in die abenteuerliche Welt des Berufslebens eintauchen? Oder doch lieber Variante B: weg von der Schule und ab in die Lehre? Einige wenige wissen ganz genau, was sie wollen und wo ihr Weg hinführen soll. So auch die 19-jährige Anja Jobst aus Ort im Innkreis.

Anja ist mit Leib und Seele Gastro-Lehrling und hat mit Bravour ihre Lehre zur Köchin absolviert. Doch ihr Wissensdurst ist noch lange nicht gestillt. Deshalb befindet sie sich mittlerweile im zweiten Jahr der Restaurantfachkraft-Lehre, und sie liebt ihren Job!

Anja Jobst in der Küche beim Teller anrichten

Das HOGAST-Team hat die 19-Jährige zum Interview gebeten und sie einmal auf Herz und Nieren befragt!

Frage, Antwort: Das große Lehrlingsinterview

HOGASTJOB: Warum hast du dich für eine weitere Ausbildung zur REFA entschieden?
Anja Jobst, Lehrling in der Therme Geinberg: Obwohl ich bereits eine Lehre als Köchin erfolgreich abgeschlossen habe, möchte ich meinen Wissenshorizont noch weiter ausbauen. Mein Interessensspektrum reicht weit über die Grenzen der Küche hinaus, und ich kann mir auch gut vorstellen, in sämtlichen Bereichen der Gastronomie zu arbeiten. Deshalb habe ich mich nun dazu entschlossen, eine weitere Lehre als Restaurantfachfrau zu beginnen. Denn mein Ziel habe ich klar vor Augen: F&B Managerin!

HOGASTJOB: Was nervt dich an deiner Ausbildung am meisten? Und was gefällt dir am besten?
Anja: Soll ich ganz ehrlich sein? Ich habe meine Lehre nach Interesse ausgewählt und deshalb macht mir jede Facette meines Jobs unheimlich Spaß! Aber eines kann ich euch verraten: Beim Weinservice im Restaurant fühle ich mich pudelwohl. Ich liebe es, den Gästen die edlen Tropfen zu präsentieren, ihnen Empfehlungen zu geben und das breite Geschmacksspektrum der Weine zu schildern.

HOGASTJOB: Wie sieht bei dir eine typische Arbeitswoche aus?
Anja: Die Therme Geinberg habe ich mir ja nicht ohne Grund ausgesucht. Der Hauptfaktor ist, dass die Arbeitsstelle nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist. Aber eine wichtige Rolle spielen auch die abwechslungsreichen Einsatzmöglichkeiten im Resort. Denn bei mir gibt es keine „typische“ Arbeitswoche. Jeder Tag ist individuell und damit anders als der andere. Ich liebe es!

Koch beim Anrichten

HOGASTJOB: Was sind für dich deine größten Challenges in der Ausbildung?
Anja: Mir ist es wichtig, ständig dazuzulernen, mich weiterzubilden und somit besser und besser zu werden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich eine Schwäche bei Fremdsprachen habe. Aber ich bleibe am Ball und hänge mich rein, denn einer meiner Träume ist es, einmal im Ausland zu arbeiten. Derzeit ist mein Favorit die Schweiz, aber man weiß ja nie …

HOGASTJOB: Hast du dir Ziele für die Zukunft gesteckt? Beziehungsweise wo soll deine Reise hingehen?
Anja: Ich möchte, wie eingangs erwähnt, einmal als Food an Beverage Managerin in der Gastronomie tätig sein, und für dieses Ziel bin ich bereit, hart zu arbeiten und zu lernen.

Hand mit Zettel

HOGASTJOB: Wie kommst du mit den Arbeitszeiten in der Gastro zurecht? Gibt es für dich irgendwelche Einschränkungen?
Anja: Mein Arbeitgeber ist da super. Auch im Team achten wir darauf, dass jeder in regelmäßigen Abständen das Wochenende frei hat. Und wenn mal eine Familienfeier am Programm steht, kann mit einer rechtzeitigen Absprache alles flexibel eingeplant werden.

HOGASTJOB: Mit welchen Klischees wirst du in deiner Lehre konfrontiert und wie reagierst du darauf?
Anja: Mich nervt es etwas, dass jeder wegen der Arbeitszeiten Mitleid hat mit den Gastronomiemitarbeitern. Jedem, der in diesem Gewerbe eine Lehre oder einen Job beginnt, ist von Anfang an klar, dass es zu unregelmäßigen Arbeitszeiten und Wochenenddiensten kommt. Ich stehe zu meiner Entscheidung und mache es auch gerne.

HOGASTJOB: Welche Goodies werden dir von deinem Arbeitgeber angeboten?
Anja: Uns Mitarbeitern stehen in der Therme Geinberg viele Annehmlichkeiten zur Verfügung. So kann ich in meiner Freizeit die Therme, das Fitnessstudio und die Sportkurse nutzen. Auch ein kostenfreier Gesundheitscheck steht mir zur Verfügung.

Besonders freue ich mich immer auf den jährlichen Lehrlingsausflug und auf die Förderung von Wettbewerben. So konnte ich auch beim jährlichen Team-Lehrlingswettbewerb, dem Amouse Bouche, den dritten Platz belegen. #megastolz

Restaurant von innen

HOGASTJOB: Was war das Kurioseste, das dir in deiner Lehre passiert ist?
Anja: Ohne dass ich es wusste, hat die Technik einmal die Temperaturregelung am Ofen verstellt, dadurch waren meine zwölf Gugelhupfe bereits nach fünf Minuten außen schwarz und innen roh … Tja, dann konnte ich wieder von vorne beginnen. Und meine Kollegen hatten mich natürlich auch auf der Schaufel!

HOGASTJOB: Welcher war der schlimmste Gast und warum?
Anja: Einen einzelnen Gast gab es bisher noch nicht, bei mir steht eine bestimmte Gruppe ganz oben auf der Liste: die Ungeduldigen. Diese Herrschaften vermitteln einem immer das Gefühl, ein Tellertaxi zu sein, das sofort losfährt, wenn es gerufen wird. Natürlich ist der Gast König, aber ein bisschen mehr Wertschätzung vonseiten des Gastes würde ich mir bei manchen wünschen.

Gäste beim Essen und Trinken

Dank Anjas Auskünften bist du auf den Geschmack gekommen und möchtest eine Lehre in der Gastronomie beginnen? Das HOGASTJOB-Team hat unzählige Lehrstellen für dich in petto. Erstelle ein Profil und versuche dein Glück mit einer Bewerbung!

Kommentare

Kommentare