Lehrlingsinterview: Das Feld Gastronomie auf einen Blick

Das Berufsbild HGA im Check

Die Lehre als Hotel- und Gastgewerbeassistent (kurz HGA) ist vielseitig und abwechslungsreich. Neben Organisations- und Verwaltungsarbeiten bekommen die Lehrlinge auch Einblicke in den kaufmännischen Bereich. So übernehmen die ambitionierten jungen Menschen Kontroll- und Organisationsaufgaben im Küchen- und Servicebereich.

Im Service- und Rezeptionsbereich selbst haben die fleißigen Lehrlinge auch Kontakt zu Gästen. Somit sind ein guter Umgang mit Menschen und eine strukturierte Arbeitsweise besonders wichtig.

Du interessierst dich auch für die HGA-Lehre? Dann verschaffe dir gleich einen Einblick, und lies dir das Interview durch!

Frage-Antwort-Spiel: Alles zur Lehre als HGA

HOGASTJOB: Ganz banal gefragt: Was liebst du an deinem Job?
Jaqueline, HGA-Lehrling: An meinem Beruf liebe ich die Kommunikation sowie den freundlichen Umgang miteinander. Die Harmonie und die Zusammenarbeit lassen mich jeden Tag gerne zur Arbeit gehen.

HOGASTJOB: Warum hast du den Kärntnerhof für deine Lehre ausgesucht?
Jaqueline: Eigentlich habe ich mir das Hotel gar nicht ausgesucht. Wie bereits oben erwähnt, war all dies ein Zufall. Meine Großmutter und meine Mutter haben bereits im Hotel Kärntnerhof gearbeitet. Und meiner Mama habe ich es auch zu verdanken, dass ich meine Lehre im selben Betrieb begonnen habe.

Sie hat mich sozusagen auf diesen Weg geführt, da sich aus meinen eigentlichen Vorhaben nichts ergeben hat. Die Gastronomie war im Grunde meine „Notlösung“.

HOGASTJOB: Was ist dein berufliches Ziel? Welche Karriere strebst du an? Siehst du eine Zukunft in der Hotellerie und Gastronomie?
Jaqueline: Meine beruflichen Ziele sind erst mal die Lehrabschlussprüfung und das Beenden der Fachberufsschule mit gutem Erfolg. Alles andere lasse ich ganz einfach auf mich zukommen. Zurzeit kann ich mir schon vorstellen, dass ich in der Hotellerie bleibe. Aber man weiß ja nie …

HOGASTJOB: Was reizt dich am Bereich Rezeption am meisten?
Jaqueline: Am meisten reizt mich, den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Habe ich das geschafft, bringt es mich selbst auch zum Lächeln, und gleichzeitig strahlt mein Herz, wenn die Gäste rundum zufrieden sind. Tust du Gutes, bekommst du auch Gutes zurück, und das beginnt mit einer einer freundlichen Begrüßung oder einem charmanten Lächeln.

HOGASTJOB: Bist du sprachaffin? Wenn ja, welche Sprachen sprichst du, und warum ist es deiner Meinung nach so wichtig, als Rezeptionist ein „Sprach-Genie“ zu sein?
Jaqueline: Ein wenig sprachaffin bin ich auf jeden Fall. Insgesamt spreche ich drei Sprachen: natürlich meine Muttersprache Deutsch, fließend Englisch und Grundbegriffe auf Italienisch. Wobei ich mir bei Italienisch noch viel Mühe gebe dazuzulernen.

Meiner Meinung nach sind Sprachen im Bereich der Gastronomie beziehungsweise Hotellerie sehr wichtig, da man mit Leuten aus aller Welt zu tun hat.

HOGASTJOB: Bevorzugst du die Arbeit im Team, oder strebst du in einigen Jahren auch einen Führungsposten an?
Jaqueline: Mit dem Team der Rezeption arbeite ich sehr gerne zusammen. Ich bin ein Teamplayer, der gerne jede Aufgabe auch mithilfe seiner Kollegen erledigt.
Natürlich schweift der eine oder andere Gedanke durch meinen Kopf, auch einmal eine leitende Rezeptionistin zu sein, aber wie gesagt – ich lasse das alles auf mich zukommen.

Hände sind in einem Kreis aufeinander gelegt

HOGASTJOB: Hattest du schon einmal ein unglaublich schönes Erlebnis mit einem Gast, von dem du uns erzählen möchtest?
Jaqueline: Schöne Erlebnisse gibt es hier fast jeden Tag. Es sind die kleinen Dinge, die mir meinen Tag versüßen. Wenn Gäste mich anlächeln und mich ebenfalls mit einem freundlichen Ton begrüßen, freut es mich sehr.

Ältere Gäste sagen mir immer wieder, welch freundliche junge Dame ich doch sei und, dass man so etwas heutzutage nicht mehr oft treffe. Dieser Satz hat mir am Morgen ein Lächeln ins Gesicht und Tränen in die Augen gezaubert.

HOGASTJOB: Welche Eigenschaften braucht es, um die Position eines Rezeptionisten erfolgreich auszuführen?
Jaqueline: Die wichtigsten Eigenschaften für diesen Beruf sind Freundlichkeit, Kontaktfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und natürlich logisches Denken. Ohne diese Eigenschaften kann man vielleicht in anderen Berufen arbeiten, aber nicht an der Rezeption.

HOGASTJOB: Smalltalk ist an der Rezeption nicht unerheblich. Fallen dir ungezwungene Gespräche mit Gästen leicht?
Jaqueline: Gerne unterhalte ich mich mit den Gästen auch über private Themen. Jeder Kunde freut sich, wenn ich mir eine Minute Zeit nehme und mich nett mit ihm unterhalte. Dies stärkt auch die Bindung zwischen Gast und Gastgeber.

Und falls die Frage aufkommt: Woher soll man sich die Zeit nehmen? Dann rufe ich mir immer ins Gedächtnis: An erster Stelle steht die Zufriedenheit unserer Gäste!

HOGASTJOB: Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?
Jaqueline: Mein Arbeitstag ist eigentlich immer unterschiedlich. Abgesehen von den Arbeitszeiten ändern sich natürlich auch die Aufgabenbereiche täglich. Einige Dinge gibt es, die ich jeden Tag machen muss, aber die erledige ich mit Leidenschaft und Liebe.

Mein Tag kann auch sehr stressig sein, wenn das Telefon permanent läutet und Mails im Sekundentakt reinflattern, aber das ist an einer Rezeption nun mal so. Da ist organisiertes und genaues Arbeiten gefragt.

HOGASTJOB: Bist du in deiner Lehre im Bereich HGA schon mal an deine Grenzen gestoßen?
Jaqueline: An meine Grenzen stoße ich meist, wenn ich Aufgaben alleine meistern muss, die ich erst ein- oder zweimal alleine bewerkstelligt habe. Aber ich weiß mir zu helfen, indem ich nachfrage.

HOGASTJOB: Welche Pläne hast du für die Zukunft?
Jaqueline: Pläne für die Zukunft hatte ich ehrlich gesagt noch nie. Ich lasse meistens alles auf mich zukommen und akzeptiere die Situationen so, wie sie gerade geschehen. Das Leben ist zu kurz, um sich Bilder im Kopf auszumalen. Lebe im Hier und Jetzt, ist meine Devise!

Mein Rat an alle Schüler da draußen: Wenn ihr euch für den Bereich HGA interessiert, dann bewerbt euch unbedingt. Neben verschiedenen Arbeitszeitmodellen und freien Tagen (nicht nur am Wochenende) gibt es mindestens hundert Gründe, in die Gastronomie zu gehen.

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