So klappt’s mit dem neuen Kollegen …

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Wenn man in seinem Betrieb schon ein zusammengeschweißtes Team ist, fällt die Integration neuer Kollegen nicht immer leicht. Was also tun, um den Neuankömmlingen den Start so leicht wie möglich zu machen? Viele Experten haben sich dazu bereits Gedanken gemacht – ihre wichtigsten Erkenntnisse fassen wir in fünf „Aufnahme-Schritten“ für euch zusammen.

 

1. Vorbereitung

In dieser ersten Integrationsphase ist noch euer Chef gefragt. Denn seine Aufgabe ist mit dem Ende der Bewerbungsphase und der Zusage an einen der Kandidaten für eine freie Stelle noch lange nicht getan. Es geht nun darum, die Aufnahme des künftigen Mitarbeiters vorzubereiten. Das passiert durch Kommunikation in zwei Richtungen. Zum einen muss das Team über die personelle Veränderung informiert werden: Wann kommt der Neue? Welche Aufgabe soll er erfüllen? Und gibt es schon irgendwelche Vorinformationen über ihn? Auf der andere Seite bietet sich auch ein Vorgespräch mit dem neuen Kollegen selbst an, in dem der Ablauf der Einarbeitungsphase geklärt wird. Um in beiden Gesprächen nichts Wichtiges zu vergessen, empfiehlt sich eine Checkliste, die man im Fall einer Neuanstellung immer wieder benutzen kann.

 

2. Begrüßung und Vorstellung

Der Neue ist da – und niemanden interessiert es?! Genau dieser Eindruck sollte am ersten Arbeitstag nicht entstehen. Eine kurze Vorstellungsrunde ist immens wichtig. Dabei sollte den neuen Kollegen ebenfalls der Betriebs- oder Abteilungsleiter begleiten, der den Neo-Mitarbeiter an diesem Tag auch noch persönlich begrüßen sollte. Erst danach beginnt die eigentlich Einschulung – und erst hier kommen die unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen ins Spiel.

 

3. Arbeitsplatz

Einen neuen Mitarbeiter einzustellen hat wenig Sinn, wenn kein Arbeitsplatz für ihn vorhanden ist, soviel ist klar. Doch es ist auch wichtig, dass dieser Arbeitsplatz gut vorbereitet und ausgestattet ist, wenn der Neuling eintrifft. Denn damit fühlt sich der Mitarbeiter nicht nur willkommen, sondern es wird sichergestellt, dass alle infrastrukturellen Voraussetzungen dafür erfüllt sind, dass er seinen Job erledigen kann. Naheliegend wäre übrigens, dass dieser Arbeitsplatz nicht völlig abseits ist. Denn der Neue wird anfangs viele Fragen haben, die er unmittelbar stellen können sollte.

 

4. Einschulung

Ganz ehrlich, jeder von uns ist in seinem Job auch dann ausreichend ausgelastet, wenn er keine neuen Kollegen einschulen muss. Der Gedanke liegt also nahe: „Warum soll ich das machen? Das ist doch Chefsache.“ Doch der beste Lehrer ist nicht der Chef, sondern der unmittelbare Kollege. Er kennt die Tagesabläufe am Arbeitsplatz, mögliche Hürden und die Aufgabe an sich besser als jeder andere. In vielen Unternehmen wurde deshalb sogar ein „Mentoring-System“ eingeführt. Das heißt, dem neuen Kollegen wird ein alteingesessener zur Seite gestellt, der in der Einschulungsphase eine Bezugsperson und erster Ansprechpartner bei Fragen ist.

 

5. Feedback

Am Ende der Einarbeitungsphase sollte noch eine Feedback-Runde stehen. Wie ist es dem neuen Kollegen bis jetzt ergangen, wie hat er die Einschulung erlebt? Aus einem solchen Gespräch kann man wichtige Informationen mitnehmen, um den Aufnahmeprozess neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu verbessern.

 

Bis der neue Kollege endgültig seinen Platz im sozialen Gefüge eines Betriebs gefunden hat, wird es noch dauern – laut Psychologen rund ein Jahr. Aber ein Anfang ist gemacht, und das ist gut und wichtig so.

 

Quellen:
blog.sodexo-benefits.de/recruitment/neue-mitarbeiter-integrieren/
www.panhoelzl.com/tag/neue-mitarbeiter-erfolgreich-im-team-aufnehmen/
arbeitgeber.monster.de/hr/personal-tipps/personalmanagement/personalfuhrung-entwicklung/inplacement-mitarbeiter-einarbeiten-75227.aspx
Daniel Holzbauer

Daniel Holzbauer

Online-Redakteur für hogastjob, schreibt am liebsten über Menschen im Tourismus ... vielleicht ja bald über Sie. Mag Geocaching, Radfahren und 30 Grad plus.

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