Sommerurlaub im Inland: Was bedeutet das für den Tourismus? - 2020 - Blog - Hogastjob

Sommerurlaub im Inland: Was bedeutet das für den Tourismus?

Sommerurlaub im Inland: Was bringt er Gastronomie und Hotellerie?

So können die Arbeitnehmer die aktuelle Lage einschätzen 

In diesem Sommer steht eher Urlaub im Inland am Programm, als sich auf den Stränden braun brutzeln zu lassen und dem sanften Meeresrauschen zuzuhören. Gut für den Inlandstourismus und die heimische Gastronomie – oder etwa nicht?  

Laut einer Studie des Data-Intelligence-Unternehmens MANOVA  zum Reiseverhalten der Österreicher im Corona-Sommer 2020 zeichnen sich einige interessante Tendenzen ab: Der Statistik zufolge will heuer nur jeder zweite Österreicher im Sommer verreisen. Auf den ersten Blick wirkt das schockierend. Auf den zweiten Blick war das die Jahre zuvor auch nicht anders. 18 Prozent der Österreicher unternehmen ohnehin nie Urlaubsreisen, egal wohin, 10 Prozent verzichten Jahr für Jahr auf einen Sommerurlaub.  

Viele der Inländer müssen also noch davon überzeugt und sozusagen zu ihrem Sommer-Glück überredet werden, dass es auch in Österreich wunderschöne Fleckchen gibt. Viel wichtiger bei dieser gesamten Situation ist allerdings die Arbeitsplatzsicherung der im Tourismus Tätigen. Ob Gastronomie oder Hotellerie: Jeder Arbeitnehmer ist froh über Kundschaft, denn Gäste bedeuten Einnahmen, und das wiederum füllt die Kassen.  
 


Werben um potenzielle Gäste

Laut aktueller Zahlen gibt es ein Volumen von 8,5 Millionen Übernachtungen durch circa 760.000 Gäste, die hinsichtlich der Urlaubsplanung noch gänzlich unentschlossen sind. Viele der Urlauber fallen in die Kategorie Kurzfristbucher. 

Und jetzt kommt die absolut gute Nachricht: Fast 90 Prozent dieser Unentschlossenen können sich vorstellen, in Österreich Urlaub zu machen. Natürlich hängt das stark von den diesjährigen Regelungen rund ums Reisen ab. 

Allerdings gibt es auch einige Dinge, die Bevölkerung und die Arbeitnehmer, wie du einer bist, spalten.  
Mögliche Sicherheitsmaßnahmen und hygienische Vorkehrungen, die in den Unterkünften und der Gastronomie getroffen werden, mussten bzw. müssen noch immer eingehalten werden. 
Viele Gäste haben den Wunsch, die Maßnahmen so wenig wie möglich zu spüren. 
Ein „normaler“ Urlaub ist dabei das Ideal.  
Für Köche, Kellner, Spa-Mitarbeiter und Rezeptionisten bedeutet dies, den Hygienefaktor möglichst hochzuhalten, ohne dass der Gast etwas davon merkt. Regelmäßiges Desinfizieren von Oberflächen und Händen ist dabei das oberste Gebot. Das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten und guests-distancing zu betreiben, so lautet der neue Fahrplan in der Tourismusbranche.  

 

Ab Juli soll ein weiterer Schritt in die „Normalität“ erfolgen: Die Maskenpflicht für das Servicepersonal fällt! 
Das bisher Gelesene ist vielversprechend und macht Mut, dass die Hotellerie und Gastronomie in diesem Sommer kein Defizitgeschäft einfährt. Doch was können Köche, Kellner und Co. nun aktiv tun, um den Betrieb am Laufen zu halten und den Inlandstourismus zu beleben? 

 


Der Leitfaden für die Gäste-Akquise

Schritt 1: Allen voran müssen Betreiber und Besitzer der Gaststätten und Hotels die Liquidität sichern. Kosten sollten sinnvoll reduziert, Förderungen und Zuschüsse hingegen zur Gänze ausgenutzt werden. So müssen auch die Arbeitnehmer nicht um ihren Job bangen und können möglicherweise aus dem Kurzarbeits-Modell wieder in die Vollbeschäftigung wechseln.  

Schritt 2: Rechnen, berechnen und kalkulieren: Wann zahlt sich das Aufsperren aus? Ist es überhaupt profitabel, mit einem im schlimmsten Fall halbleeren Haus in die Sommersaison zu starten? 

Schritt 3: Kontakt halten mit den Gästen – sei es per Mail, mit einem Anruf oder einer kurzen Nachricht. Stammgäste sind wertvoll und nicht leicht zu bekommen. 
Pflege die Kundenbeziehung und schaffe Vertrauen! 

Schritt 4: Bitte kein Preisdumping betreiben! Heißt: sich über den (Mehr-)Wert, die Zusatzleistungen und Upgrades im Klaren sein und vernünftig anpreisen und verkaufen. 
Auch hier spielt Vertrauen eine große Rolle. Eventuell spezielle Kurzurlaubspackages anbieten! 

Schritt 5: Hygiene-Maßnahmen für Gäste erarbeiten und auch offen kommunizieren.  

Schritt 6: Maßnahmen und Serviceleistungen zum sinnvollen guest-distancing erarbeiten und im Team trainieren.  

 

 

Du siehst, es gibt Mittel und Wege, dem Sommertourismus durchaus positiv und aufgeschlossen entgegenzublicken. Eine Krise bedeutet nicht immer etwas durchwegs Negatives. 

Man kann gestärkt und mit neuer Motivation und vor allem mit einer Menge neuer Ansätze in die Zukunft blicken. 

Mit einem starken Team und einer guten Führung ist alles möglich …

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