COVID-19: Wiedereröffnung der Gastronomie - 2020 - Blog - Hogastjob

COVID-19: Wiedereröffnung der Gastronomie

Auswirkungen, Sicherheitsmaßnahmen und Veränderungen

Bundeskanzler Sebastian Kurz gab nach Wochen der Unsicherheit endlich den Startschuss für die Wiedereröffnung der Gastronomie ab 15. Mai. Allerdings wird es keineswegs wie vor COVID-19 sein, was den Gastronomen und Hotelbesitzern auch bewusst ist. 
 

Welchen Plan die Bundesregierung konkret hat und welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um eine zweite Ansteckungswelle zu verhindern, haben wir für dich zusammengefasst.

 


Die Sicherheitsmaßnahmen für die Wiedereröffnung der Gastronomie

Zum Schutz für sich selbst und für die Gäste soll es ab dem 15. Mai eine Maskenpflicht für Mitarbeiter geben. Natürlich wird es ungewohnt sein, von einem Kellner mit Mundschutz bedient zu werden – aber das gehört momentan und vermutlich auch noch für längere Zeit zur „neuen Normalität“.  
 

Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass zwischen den Gästen ein Mindestabstand von 1,50 Metern gewahrt werden muss. Demnach müssten zwischen Tischen, die besonders eng beisammenstehen, künftig ein 1-Meter-Abstand gewahrt werden. Auch eine Maximalanzahl an Gästen, nämlich vier Personen pro Tisch, wurde nun seitens der Regierung fixiert. Auch eine freie Platzwahl wird es in Zukunft nicht mehr geben, um die Einhaltung der Vorschriften auch einhalten zu können.  
 

Generell wird es eine allgemeine Beschränkung der Öffnungszeiten geben: Alle Betriebe – Restaurants, Bars und Pubs – müssen um 23:00 Uhr ihre Türen schließen.  
 


Wie wird sich das auf die Gastronomie auswirken?

Eines ist klar: Die Verpflichtung für das Personal, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte die Kommunikation zwischen Gast und Mitarbeiter stören – so eine Maske wirkt ganz einfach irritierend. Gestik und Mimik, aber auch Sprache und Körperhaltung verändern sich durch das Tragen der Gesichtsmaske. Zudem verdeckt der Schutz große Teile des Gesichts und verhindert beispielsweise das Senden von Signalen, wie einem Lächeln. Das kann für den Gast verunsichernd wirken, möglicherweise fühlt er sich dadurch im einstigen Lieblingslokal nicht mehr ganz so wohl wie früher.  
 

Auch das Betreten der Lokale und Restaurants ändert sich durch das Tragen der Masken. Mögliche Temperarturmessungen bei der Eingangstür könnten bald zum Alltag gehören. In Hongkong ist das bereits der Fall.  
 

Eines ist sicher: Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die angedachten Sicherheitsvorkehrungen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhalten von Gästen für die heimischen Gastronomiebetriebe auswirken werden.  
 


„After-COVID-19“-Pläne für die Hotellerie

Auch die Hoteliers fiebern der Wiederöffnung entgegen. Allerdings kam von Seiten der Bundesregierung bisher noch keinerlei eindeutiges Statement, wie es für den heimischen Tourismus weitergehen soll. 
 

Neben den großen Rahmenbedingungen sind vorerst noch viele kleine Details ungeklärt, was die Gastronomie nach der Wiedereröffnung ab 15. Mai 2020 einhalten muss. Als Beispiel kann das Einstellen von Salz und Pfeffer auf den einzelnen Tisch genannt werden. Ob diese nur an der Theke stehen dürfen oder abgepackt zur Verfügung stehen sind derzeit noch offen. Welche avisierten Rahmenbedingungen getroffen werden müssen, wird die Bundesregierung nach und nach noch bekannt geben.  
 


Blick zu den Nachbarn

Das krisengebeutelte Italien erholt sich ebenfalls langsam von der Corona-Pandemie. Ab Juni dürfen die Bistros und Restaurants zumindest Take-away-Speisen anbieten. In Deutschland wird eine vollständige Öffnung der Gastronomie momentan für Ende Mai angedacht. Allerdings behält sich die Bundessregierung die Möglichkeit von Änderungen des Plans vor, sollte ein Anstieg bei den Ansteckungszahlen verzeichnet werden.

 

Die Gastronomie nach der Corona-Krise: Welche Veränderungen wird es geben?

In einem Punkt sind sich Branchen-Experten einig: Es bedarf neuer Konzepte und Strategien für die einzelnen Betriebe und Hotels. Die Corona-Krise zwingt uns alle zu Veränderungen, und vor allem kleinere Betriebe werden hierbei gegenüber den großen Unternehmen klar im Vorteil sein.  
 

So können die kleinen Lokale auf Kreativität setzen, obwohl sie auf den ersten Blick wirtschaftlich schwach erscheinen. Größere Unternehmen haben dagegen das Problem, dass das bisherige Geschäftsmodell weggebrochen ist. Die Betreiber müssen erst neue Formen und Konzepte erstellen, um neue Perspektiven zu bekommen. 

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