Hotel Schneider: zwischen Tradition & Moderne - 2021 - Blog - Hogastjob

Hotel Schneider: zwischen Tradition & Moderne

Das Hotel Schneider in Obertauern

Das Hotel Schneider in Obertauern blickt auf eine lange Tradition zurück – noch genauer: auf über 75 Jahre. Alles begann mit der Pension Schneider an der Brettsteinalmhütte. Die Alm wird noch immer für die Landwirtschaft genutzt. Mit der Zeit wuchs der Betrieb und es entstand das 4-Sterne-Hotel weiter unten am Berg. Eigentümer ist die Familie Schneider: Vater Jakob Schneider senior, Mutter Maria, die Töchter Lisa und Andrea sowie Sohn Jakob Schneider junior.

 

Gemeinsam führen sie das Hotel Schneider. HOGASTJOB hat mit der Familie Schneider gesprochen. Sie haben uns von ihren Anfängen als Hoteliers, den Herausforderungen, die über die Jahre hinweg Einzug hielten, und wie sie die Verbindung von Tradition und Moderne in ihrem Hotel meistern berichtet.– jetzt weiterlesen!

 

© Hotel Schneider Obertauern/Strauch


Zwischen Tradition & Moderne

Das Hotel Schneider in Obertauern gibt es seit mehr als 75 Jahren, aber die Geschichte der Brettsteinalmhütte reicht noch weiter zurück: „Die Milchkühe und das Jungvieh des Hofes werden schon seit über 300 Jahren auf der Brettsteinalm gealpt.“

 

Touristisch wurde das Gebäude erstmals von Anfang der 30er-Jahre bis Mitte der 60er-Jahre genutzt – vor allem von Wintersportler:innen. Und heute? Heute ist der Betrieb ein 4-Sterne-Hotel im Herzen der Region Obertauern, das Moderne und Tradition gekonnt vereint.

 

Das Hotel Schneider: von der Almhütte zum 4-Sterne-Superior-Hotel

Zwischen der Errichtung der Brettsteinalmhütte und dem 4-Sterne-Superior-Hotel Schneider liegen zahlreiche Neuerungen und Umbaumaßnahmen. Den Anfang machten die Eltern von Jakob Schneider senior. „Im Jahr 1967 ließen meine Mutter Rosina und ihr Mann Jakob das Almgebäude neu errichten, und die erste Pension Schneider mit Halbpension entstand“, so erzählt uns Jakob Schneider senior.

 

© Hotel Schneider Obertauern/Archivaufnahme

 

Heute wird das Hotel von der Familie Schneider in zweiter Generation geführt. Und die dritte steht schon in den Startlöchern – Tochter Lisa und Sohn Jakob junior.

 

Werte & Traditionen im Hotel Schneider

„Unsere Philosophie liegt in unserer bäuerlichen Herkunft begründet“, sagt Jakob Schneider sen. Wichtig ist der Familie, ihre traditionellen Werte zu wahren und das Bodenständige und Regionale zu leben. So werden nicht allein die hofeigenen Lebensmittel genutzt, sondern auch das Holz vom eigenen Forst.

 

„Das Brennholz, das am Abend im Kamin der Hotelbar knistert, stammt aus unserem Wald. Auch die Hackschnitzel des örtlichen Bio-Hackschnitzelwerks, mit denen wir unser Haus heizen, stammen zu einem Teil aus unserem Wald“, sagt Jakob Schneider sen. Diesen respektvollen und ressourcenschonenden Umgang mit heimischen Produkten spürt der Gast.

 

Beispielsweise wird das Menü an die jeweilige Jahreszeit angepasst und heimische Kräuter werden verwendet. Denn man wohnt in einem gesund gewachsenen Hotel, das seine Geschichte kennt und schätzt sowie den Einfluss der modernen Zeit gekonnt in das Angebot einbindet.

 

© Hotel Schneider Obertauern/Gerhard Wolkersdorfer


Ein Schmankerl der Region Obertauern

Natürlich ist die großartige Lage in den Bergen eines der herausragenden Merkmale des Hotels. Wirklich besonders wird die Unterkunft aber durch die familiäre Atmosphäre. „Wir haben etwas Bleibendes geschaffen, etwas, das auf Erfahrung und einem Versprechen dem Gast gegenüber beruht“, sagt Lisa Schneider. Wer hier seinen Urlaub verbringt, der spürt die traditionsreiche Geschichte und die Verwurzelung in der Region.

 

Das bedeutet aber auch, dass man sich als Gastgeber:in immer weiterentwickeln muss. Stetige Renovierungen und Erneuerungen machen das Hotel Schneider zu einer der führenden Unterkünfte in Obertauern. „Aber unsere wichtigste ‚Investition‘ sind und bleiben unsere Mitarbeiter:innen“, betonen Lisa und ihr Vater Jakob Schneider senior.

 


Zwischen den Generationen

Große Teile des operativen Geschäfts liegen noch bei den Eltern Maria und Jakob. Die Vermarktung hingegen übernimmt Tochter Lisa – Sohn Jakob unterstützt in der Geschäftsführung. „Für uns war es nicht immer leicht, den Spagat zwischen Hotel, Gastronomie und Landwirtschaft zu bewältigen“, betont Jakob Schneider senior.

 

Und wie sieht das die nächste Generation? „Wir sind im Hotel aufgewachsen und daran gewöhnt, unter Gästen zu sein“, meint Tochter Lisa. „Es gibt natürlich Vor- und Nachteile, wobei die Vorteile überwiegen. Zu den Nachteilen zählt eindeutig, dass wir nur wenig Rückzugsmöglichkeiten haben und rund um die Uhr erreichbar sind.

 

© Hotel Schneider Obertauern/Niko Zuparic

 

Aber dadurch, dass wir als Allrounder arbeiten, wird es auch nie langweilig. Als Hotelier musst du dich in vielen Gebieten auskennen. Finanzen, Mitarbeiter:innen-Führung, Marketing, Trends oder die Arbeit mit dem Gast: Alles ist gleich wichtig und trägt zu einer erfüllenden Arbeit bei.“

 

Von Alt zu Jung: Wie gestaltet sich der Generationen-Wechsel im Hotel Schneider?

„Unsere Kinder bereiten sich gemeinsam auf die Übernahme vor“, erklärt Jakob Schneider senior. „Aktuell haben wir uns eine Frist von fünf Jahren gesetzt, danach werden wir uns aus dem Betrieb zurückziehen.“ Aber nicht nur die scheidende Generation will gewappnet sein. So ergänzt Tochter Lisa: „Wir haben uns schon ausführlich mit der Führung eines Hotels auseinandergesetzt und sind dabei, Stück für Stück mehr Verantwortung zu übernehmen.“

 

© Hotel Schneider Obertauern/Niko Zuparic

 

Dabei greift der Familienbetrieb auch auf die Unterstützung von außen zurück: „Wir haben auch externe Berater:innen herangezogen, die uns in den Bereichen Finanzen, Steuern, Recht, aber auch in allen emotionalen Fragen der Übergabe begleiten“, sagt Lisa Schneider.

 

Herausforderungen für familiengeführte Hotelbetriebe

Besonders die Betriebsführung hat sich in den letzten Jahren verändert. Mitarbeiter:innen sind inzwischen oft auf ein Aufgabengebiet – zum Beispiel Sommeliers – spezialisiert, was natürlich dem Gast zugutekommt.

 

Das heißt aber auch, dass sich Tätigkeitsbereiche oder Verantwortungen verschieben. „Früher wurde ein Glühbirnenwechsel im Restaurant von der/vom Kellner:in erledigt. Jetzt macht das ein Haustechniker:in“, erklärt Jakob Schneider senior.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachfrage nach flexiblen und kürzeren Arbeitszeiten. Und für die respektvolle, hervorragende Mitarbeiter:innen-Führung wurde der Betrieb sogar ausgezeichnet – mit dem Arbeitgeber-Award in Gold von HOGASTJOB.

 

Die Mitarbeiter:innen stehen im Zentrum

„Wir müssen die berufliche Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen gewährleisten“, sagt Maria Schneider. „Es sind zwar Mitarbeiter:innen aufgrund der aktuellen Corona-Situation weggefallen. Aber knapp drei Viertel unserer Saisonbelegschaft kommen jedes Jahr wieder zu uns. Das freut uns natürlich sehr und unterstreicht, dass wir im Umgang mit unserem Team vieles richtig machen und ein gutes Arbeitsklima haben!“

 

© Hotel Schneider Obertauern/Niko Zuparic

 

Dafür sorgt der Betrieb auch mit zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie neuen Arbeitsstrukturen für die Mitarbeiter:innen. „Um dem Bedürfnis nach einer guten Work-Life-Balance entgegenzukommen, prüfen und verbessern wir regelmäßig unsere internen Strukturen“, betont Lisa Schneider.

 

Schritt für Schritt in die Zukunft: Traditionsbetriebe im Wandel der Zeit

„Wir nutzen zwar jedes Jahr, um uns zu verändern, besonders intensiv waren in diesem Punkt aber die vergangenen zwei“, erzählt Lisa Schneider und präzisiert: „Aktuell haben wir das Hotel einem Re-Branding unterzogen.“ Mit dem Ziel, bestehende Gäste zu halten und gleichzeitig mit einem neuen, frischen Auftreten auch jüngere Zielgruppen anzusprechen.

 

Dieser Wandel bringe mit sich, dass viele Prozesse digitalisiert würden. „Beispielsweise haben wir ein neues Online-Buchungstool auf unserer Website integriert, um die Navigation für den Gast weiter zu vereinfachen.“

 

Worauf sollten Hoteliers beim Generationen-Wechsel achten?

Es gelte, die nächste Generation behutsam und ehrlich als verantwortungsvolle Übernehmer:innen und Unternehmer:innen an den Betrieb heranzuführen. Dazu Jakob Schneider senior: „Man muss sich selbst zurücknehmen, muss den Jungen Verantwortung übertragen und ihnen Vertrauen entgegenbringen.“

 

Auf der anderen Seite bringt man auch viel Erfahrung ein: „Wenn man selber 45 Jahre im Gastgewerbe tätig war und einen Betrieb aufgebaut und entwickelt hat, kann man natürlich auch sehr gute und hilfreiche Inputs weitergeben“, so Jakob Schneider senior.

 

Und was sollten die Jungen beachten? Als Nachfolgegeneration müsse man sich behaupten und von neuen Ideen überzeugen. „Es ist normal, dass es Reibungspunkte gibt“, meint Lisa dazu. „Wichtig ist dabei, immer wertschätzend miteinander umzugehen und die Arbeit der vorangehenden Generation zu würdigen.“ Und Jakob Schneider junior. ergänzt: „Dazu gehört aber auch, Arbeitsweisen und Strukturen aufzubrechen und neu zu erarbeiten.“

 

© Hotel Schneider Obertauern/Niko Zuparic


Voll auf Kurs: Tradition & Moderne in der Hotellerie vereint

Das Hotel Schneider will auch in Zukunft ein familiengeführtes Unternehmen mit regionalem, sozial verlässlichem, authentischem und ehrlichem Auftritt sein. Dafür möchte der Betrieb für seine Gäste auch im Sommer öffnen. „Das wird eine große Herausforderung, der wir uns stellen werden und der wir mit Motivation entgegentreten“, verdeutlicht Jakob Schneider junior.

 

Ein letzter Tipp von Jakob Schneider senior: „Pflegt mit der nachfolgenden Generation einen ehrlichen Umgang. Verhindert nicht, übergebt der Jugend Verantwortung, lasst Fehler passieren und definiert eine gemeinsame Vision.“

 

HOGASTJOB für Angestellte in Hotellerie & Gastronomie

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