Gehaltsfrage: So bist du bestens vorbereitet! - 2020 - Blog - Hogastjob

Gehaltsfrage: So bist du bestens vorbereitet!

Alles rund ums Gehalt und wie du mehr davon bekommst

So bist du bestens auf die Gehaltsfrage vorbereitet!

 

„Wie schaut denn Ihr Gehaltswunsch aus?“ Um die Frage nach dem Gehalt wirst du im Bewerbungsgespräch kaum herumkommen. Warum auch? Geld zu verdienen ist schließlich ein wesentlicher Grund, weshalb du in einem Betrieb anfängst – oder auch nicht! Und nach Jahren im Job willst du vermutlich ebenfalls als Anerkennung für deine Mühen die Zahlen am Lohnzettel für sich sprechen sehen.

 

HOGASTJOB hat Tipps für dich, wie du mit der Gehaltsfrage am besten umgehst. Und wie du vielleicht schon bald den einen oder anderen Euro mehr am Konto hast …
 

Die Gehaltsfrage im Bewerbungsgespräch

 

Eines vorab: Geld ist nicht alles. Natürlich freut sich jeder über ein sattes Gehalt. Es gibt aber auch noch ein paar andere Dinge, die du nicht außer Acht lassen solltest. Wie sieht's zum Beispiel mit dem Arbeitsklima, den Weiterbildungsmöglichkeiten und den Extras im Betrieb aus? Mit den folgenden Tipps und Tricks holst du beim Bewerbungsgespräch garantiert das Beste für dich heraus!

 


Tipp 1: Informiere dich über die Gehaltslandschaft in deinem Berufsfeld

Vorbereitung ist das A und O! Wer sich nicht vorab über die Gehaltsmöglichkeiten informiert, könnte später das Nachsehen haben. Beantworte daher für dich selbst einige Fragen, bevor du in das Gehaltsgespräch gehst:

 

  • In welchem Land willst du dich bewerben: Österreich oder Deutschland?  
  • In welcher Region befindet sich dein zukünftiger Arbeitgeber? Stadt oder Land?
  • Wie groß ist der Betrieb, in dem du arbeiten möchtest?
  • Ist es eine Kette oder ein kleiner Familienbetrieb?

 

Wie in fast allen Branchen, ist es auch im Hotel- und Gastgewerbe so: Neben zahlreichen anderen Faktoren, haben der Standort und die Unternehmensgröße  entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Gehalts.

 

Damit es beim Gespräch mit dem zukünftigen Chef nicht zu unangenehmen Überraschungen oder Missverständnissen kommt, solltest du zudem unbedingt Folgendes abklären: Auf welche Summe beziehst du dich und auf welche dein Chef? Sprecht ihr vom Brutto- oder Nettogehalt? Vom monatlichen Lohn oder vom Jahresgehalt? Im Gegensatz zu anderen Brachen wird in der Hotellerie und Gastronomie häufig das Nettogehalt ausgeschrieben. 

Außerdem wird in der Regel vom Monatsgehalt gesprochen, da es sich bei vielen Stellen um Saisonarbeitsstellen handelt.  
 

Tipp 2: Arbeitszeiten, Urlaubsgeld, Trinkgeld & Co.

Arbeiten rund um die Uhr? Auch an Feiertagen und in der Nacht? Je nach Gaststätte, Restaurant oder Hotel werden Arbeitskräfte meist nach bestimmten Schichtplänen zum Dienst eingeteilt. Unübliche Arbeitszeiten sind dabei keine Seltenheit. Stell deinem Gegenüber daher folgende Fragen:

 

  • Welche Überstunden fallen an, und wie werden diese entlohnt?
  • Gibt es Zulagen für Nachtarbeit?
  • Wie wird das Trinkgeld aufgeteilt?

Je nachdem, wie die Antworten auf diese Fragen ausfallen, kannst du deine Gehaltsvorstellung dann spontan noch etwas nach oben oder unten korrigieren.

 

Was ist eigentlich mit dem 13. und 14. Gehalt? Bei einer Anstellung für ein ganzes Jahr bekommst du in Österreich das Urlaubs- und Weihnachtsgehalt ganz normal ausbezahlt. Ist dein Job nur auf eine Saison befristet, stehen dir das 13. Und 14. Gehalt aliquot zu. Ähnlich verhält es sich mit deinem Urlaubsanspruch.

 

Aber Vorsicht: In Deutschland kann die Lage schon etwas anders aussehen. Dein Urlaubsanspruch reduziert sich im Nachbarland beispielsweise von fünf auf nur vier Wochen. Ob ein 13. und 14. Gehalt ausgezahlt wird, hängt vom Betrieb ab. Dafür ist unter Umständen das Monatsgehalt etwas höher. 
 


Tipp 3: Welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Deine Zukunft liegt im Hotel- und Gastgewerbe? Du liebst es nämlich, mit Gläsern und Tassen zu jonglieren oder in der Küche die schmackhaftesten Kreationen auf die Teller zu zaubern? Vielleicht begeisterst du die Gäste auch mit deiner charmanten Art an der Rezeption?

 

Dann frag am besten gleich nach, ob du eine entsprechende Ausbildung im Betrieb absolvieren kannst. Denn die Gehaltsaussichten von gelernten Fachkräften sind um einiges höher als die von Quereinsteigern oder von ungelerntem Personal.

 

Tipp 4: Welche Extras bietet dir dein neuer Arbeitgeber?

Wer dich haben möchte, muss einiges bieten! Richtig so! Du arbeitest schließlich hart und oft auch dann, wenn andere schlafen gehen oder feiern …

Einige Betriebe haben das bereits erkannt und sorgen für zahlreiche Goodies, zum Beispiel kostenlose Verpflegung und Unterkunft. Auch Freizeit- und Wellnessangebote sind häufig inklusive. Frag gleich nach, was möglich ist!

 

Tipp 5: Kenne deinen Marktwert!

Ein guter Ausbildungsabschluss allein reicht heute nicht mehr aus, um einen Job zu ergattern. Zeig, was du sonst noch draufhast!

 

Du punktest mit langjähriger Erfahrung in deinem Beruf? Du kannst glaubhaft vermitteln, der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle zu sein? Du bist authentisch und überzeugend? Sprühst nur so vor Begeisterung für deinen Beruf? Super! Ist dein Gegenüber von dir beeindruckt, ist das Gehalt nur mehr eine reine Formsache.

 

Ob im Restaurant, an der Hotel-Rezeption, hinter der Bar oder im Wellnessbereich: Bewirb dich gleich auf HOGASTJOB , und begeistere deinen potenziellen Chef!
 


So fragst du nach einer Gehaltserhöhung

 

1974 sang Gunter Gabriel „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ und landete damit einen Riesenhit. Kein Wunder, schließlich sind wir alle mal knapp bei Kasse oder würden uns gerne den einen oder anderen Traum erfüllen. Hinzu kommt, dass eine Gehaltserhöhung häufig einer Anerkennung für gut gemachte Arbeit gleichkommt

 

Somit kann es dir niemand verdenken, wenn du beim nächsten Mitarbeitergespräch die Gehaltsfrage aufwirfst. Alternativ kannst du aber natürlich auch selbst die Initiative ergreifen und deinen Chef um einen Termin bitten …

 

Hinweis am Rande: Du hast den Job gerade erst begonnen? Dann ist es ratsam, frühestens nach sechs Monaten das Gehaltsthema wieder auf den Tisch zu bringen.

 

Aber was gilt es denn nun bei der Gehaltsverhandlung zu beachten? Mit den folgenden Tipps bist du bestens gewappnet für die Frage aller Fragen!

 

Tipp 1: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete beim Gehaltsgespräch

Du hast wochenlang auf einen Termin gewartet. Jetzt ist es soweit. Du fasst dir ein Herz und stellst deine Forderung nach mehr Gehalt. Der Chef fragt: „Aber warum sollten Sie mehr verdienen?“ Hmm, ja warum eigentlich? Das Herz rutscht dir in die Hose und die Selbstzweifel kriechen dir langsam den Rücken hoch. Alles, was dir einfällt, ist: „Ja, weil ich meine Arbeit gut mache.“ Tja, so schnell geht’s, und schon ist die Chance auf mehr Geld wieder futsch …

 

Damit dir das nicht passiert, lautet die Devise: vorbereiten, vorbereiten und nochmal vorbereiten. Nimm dir ein paar Tage vorher Zeit und sammle Argumente, was du gut gemacht hast. Überlege dir, welche Erfolge du vorweisen kannst und warum du ein Gewinn fürs Unternehmen bist. Hast du neue Kunden gewonnen oder unnötige Kosten eingespart? Hast du mehr Verantwortung als eigentlich vorgesehen übernommen? Wir sind uns sicher, da gibt es vieles, das du richtig gut gemacht hast.
 

Tipp 2: Graue Maus oder arroganter Checker? Weder noch!

Denn beides ist fehl am Platz. Dein Auftreten bei einer Gehaltsverhandlung bestimmt maßgeblich, ob du mit einem Lächeln oder einer Zornesfalte aus dem Termin herausgehst. Mach dir eines bewusst: Es geht um deine Fähigkeiten, die einen bestimmten Wert auf dem Arbeitsmarkt haben. Deshalb hat der Konjunktiv (hätte, täte, könnte, sollte, würde, wäre) bei deiner Gehaltsverhandlung absolut nichts zu suchen.

 

Der Grat zwischen selbstbewusstem Auftreten und Arroganz ist jedoch ein schmaler. Achte darauf, dass du vernünftige Forderungen stellst, die auch der Marktlage entsprechen! Ein Gehaltsrechner kann bei der Einschätzung weiterhelfen.

 

Tipp 3: Klare Ansagen machen

Wenn du um das Gehaltsgespräch gebeten hast, dann musst du auch klar sagen, wie viel mehr du denn nun verdienen möchtest. Doch wie viel kannst du verlangen? Eine schwierige Frage. Vor allem, da du dich vermutlich schlussendlich mit deinem Chef auf einen niedrigeren Betrag einigst. Die Faustregel lautet: Starte mit einem etwas höheren Betrag als du dir vorgestellt hast. So bist du flexibler und fühlst dich am Ende nicht über den Tisch gezogen. Du kannst auch konkurrierende Angebote mit in die Verhandlung nehmen. Aber Vorsicht, dass du nicht in die „Wenn ich nicht XY bekomme, dann gehe ich“-Falle tappst. Das kommt einer Drohung gleich und kann schnell nach hinten losgehen.

 

Tipp 4: Bildung zahlt sich aus

Du hast den Käsekenner -Kurs erfolgreich abgeschlossen? Oder eine Ausbildung zum Barista gemacht? Glückwunsch! Die langen Kursabende und das Lernen haben sich bezahlt gemacht. Jetzt hast du nicht nur neue Fähigkeiten, die dir richtig viel Spaß machen. Du bist zudem eine noch wertvollere Arbeitskraft für deinen Arbeitgeber geworden. Das solltest du bei der Gehaltsverhandlung unbedingt zur Sprache bringen. Weiterbildung zahlt sich eben in vielerlei Hinsicht aus.

 

Tipp 5: Zur rechten Zeit am rechten Ortzahlt sich eben in vielerlei Hinsicht aus.

Wenn das Geschäft gerade nicht gut läuft, die Gäste ausbleiben und der Chef über Einsparungen spricht – dann ist mit Sicherheit nicht der beste Zeitpunkt, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Aber wirf deshalb nicht gleich die Flinte ins Korn, sondern warte einfach ein wenig ab! Irgendwann läuft es wieder besser. Vielleicht kannst du sogar dazu beitragen? Dann hast du bei der nächsten Gehaltsverhandlung gleich ein schlagendes Argument, das du vorbringen kannst …

 

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