
Jobwechsel innerhalb der Branche: Wann eine Umschulung Sinn macht
Du willst dich verändern, aber in der Branche bleiben?
Du arbeitest im Service oder in der Küche und spürst, dass es Zeit für etwas Neues ist? Die gute Nachricht: Du musst nicht gleich eine neue Ausbildung beginnen, um dich innerhalb der Branche zu verändern. Oft bringen dich eine gezielte Weiterbildung oder etwas Einarbeitungszeit genauso ans Ziel.
In diesem Beitrag erfährst du:
- worin sich Umschulung, Weiterbildung und Einarbeitung unterscheiden
- welcher Weg zu welchem Wechsel passt
- wann eine Umschulung wirklich Sinn macht
Umschulung, Weiterbildung, Einarbeitung: Was ist der Unterschied?
Bei einer Umschulung bereitest du dich gezielt auf einen neuen Beruf vor, häufig mit dem Ziel eines anerkannten Abschlusses. Eine Weiterbildung erweitert oder vertieft dagegen deine vorhandenen Kenntnisse. Und bei der Einarbeitung lernst du die Aufgaben deiner neuen Position direkt im Betrieb kennen.
| Weg | Dauer | Ergebnis | Passt, wenn … |
|---|---|---|---|
| Einarbeitung | wenige Wochen | Praxis im neuen Bereich | du ähnliche Aufgaben schon kennst |
| Weiterbildung | Tage bis Monate | Zertifikat | dir einzelne Kenntnisse fehlen |
| Lehrabschluss nachholen | je nach Vorerfahrung | Lehrabschluss | du schon länger im Beruf arbeitest |
| Umschulung | mehrere Monate bis Jahre | neuer Berufsabschluss | dein Zielberuf einen Abschluss voraussetzt |
Welcher Wechsel braucht welchen Weg?
Viele Wechsel innerhalb der Branche gelingen leichter, als du denkst. Deine Erfahrung mit Gästen, Abläufen und Stoßzeiten nimmst du mit.
| Wechsel | Typischer Weg |
|---|---|
| Service → Rezeption | Einarbeitung, Schulung im Hotelprogramm |
| Küchenhilfe → Koch/Köchin | Lehrabschluss nachholen |
| Service oder Küche → Management | Aufstiegsweiterbildung |
| Küche oder Service → Verwaltung | Weiterbildung, z. B. Buchhaltung |
Mehr zu den einzelnen Berufsbildern
Was dich in den einzelnen Bereichen erwartet, erfährst du in unseren Berufsprofilen für Hotellerie und Gastronomie.
Wann macht eine Umschulung wirklich Sinn?
#1 Wenn ein Abschluss Voraussetzung ist
Manche Positionen setzen einen Berufsabschluss voraus, etwa als Koch oder Köchin. Arbeitest du schon länger in der Küche, fängst du trotzdem nicht bei null an. In Österreich kannst du den Lehrabschluss über die außerordentliche Lehrabschlussprüfung nachholen, wenn du genug Praxis nachweisen kannst.
#2 Wenn du langfristig aufsteigen willst
Mehr Verantwortung bringt oft mehr Gehalt. Wenn du Küchenchef:in werden oder in die Restaurantleitung willst, hilft dir eine fundierte Ausbildung. Was du in welchem Beruf verdienen kannst, zeigt dir der HOGAST Job Gehaltscheck.
#3 Wenn dein Körper eine Pause braucht
Lange Stehzeiten, Hitze, schweres Tragen: Nicht alle wollen diese körperlichen Belastungen bis zur Pension. Ein Wechsel an die Rezeption oder in die Verwaltung kann dich entlasten.
Wer unterstützt dich bei der Umschulung?
Diese Anlaufstellen helfen dir:
Gut zu wissen: Informiere dich beim AMS über mögliche Förderungen für deine berufliche Neuorientierung. Welche Unterstützung du bekommen kannst, hängt unter anderem von deiner Beschäftigungssituation und der geplanten Ausbildung ab.
Bereit für einen neuen Karriereweg?
Ein Jobwechsel innerhalb der Branche ist kein Neustart bei null. Prüfe zuerst, was dein Wunschberuf wirklich verlangt. Oft reicht die Einarbeitung, manchmal lohnt sich eine Umschulung.
Du bist noch unsicher, welcher Bereich zu dir passt? Dann hilft dir unser Bewerbungsguide zur Berufsfindung weiter.
Tipp: Wenn du ein Bewerberprofil anlegst und den Job-Alarm aktivierst, verpasst du keine interessanten Stellen.
FAQ zu Umschulung und Jobwechsel in der Gastronomie
Nicht immer. Für viele Wechsel, etwa vom Service an die Rezeption, reichen eine Einarbeitung und kurze Schulungen. Eine Umschulung lohnt sich, wenn dein Zielberuf einen Abschluss voraussetzt.
Ja, in Österreich kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne reguläre Lehre zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung antreten. Dafür musst du mindestens 18 Jahre alt sein und die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen. Informiere dich am besten bei der zuständigen Lehrlingsstelle über deine Möglichkeiten.
Je nach deiner beruflichen Situation und der gewählten Ausbildung kannst du finanzielle Unterstützung erhalten, beispielsweise durch das AMS. Manche Arbeitgeber:innen beteiligen sich ebenfalls an den Kosten einer Weiterbildung. Lass dich am besten vorab beraten, welche Fördermöglichkeiten für dich infrage kommen.











































